Viele Menschen, fällt es schwer, selbstbewusst ihre Wünsche zu äußern. Fünf Mut-Macher-Innen wollen das ändern. Sie zeigen Menschen mit Behinderungen, wieviel Kraft in jeder und jedem von uns steckt.
Personen, die bisher eher leise und zurückhaltend auftreten, üben dort, aufrecht und deutlich ihre Meinung zu sagen. Eine gute Übung für mehr Selbstbewustsein, Eigenverantwortung und Teilhabe. Ein Abschied von Sätzen wie: „Ich will mit meiner Freundin zusammenwohnen, aber die Mutter sagt, das geht nicht.“ „Ich will alleine einkaufen, aber jeder sagt, beim Zahlen werde ich reingelegt.“ „Ich will selber kochen, aber …“
Die Nachfrage ist groß
Seit zwei Jahren bietet die Lebenshilfe „Mut-mach“ Kurse an. Fünf Assistentinnen haben kürzlich eine Ausbildung abgeschlossen (Bild) und starten 2023 mit acht Kursen. Die Nachfrage in Tirolist so groß, dass schon weitere Seminare in Vorbereitung sind.
Was man dort lernt
In Mutmach-Seminaren wird Teilnehmer/innen bewusst, dass sie die Kraft haben, sich mutig einer Herausforderung zu stellen. Im kleinen Kreis stellen sie sich vor und sagen, worauf sie stolz sind und wofür sie Mut brauchen. Sie finden Spaß daran, ihre Meinung zu sagen, und erleben, dass es keine negativen Folgen hat, wenn man seine Meinung äußert. Viele fühlen sich bestärkt. Sie trauen sich, „Stopp“ zu sagen oder einen Wunsch an die Assistenz auszusprechen. Und einige fragen zum Schluss auch: „Wann ist das nächste Seminar?“
Motivation der Mut-Trainer/innen
Weil wir damit…
…Menschen mit Behinderungen Raum geben
…Selbstwert und Selbstbewusstsein stärken
…Persönlichkeits-Bildung für alle ermöglichen
…Mut vermitteln, damit Menschen sich trauen, NEIN, STOP, HALT zu sagen
…Mut als Voraussetzung damit gute „Begleitung im Dialog“ gelingen kann
…Damit Menschen ernst genommen werden
Nähere Infos bei: w.weibold@lebenshilfe.tirol