Kooperation zwischen Gemeinde, OKZ und Lebenshilfe gilt als modellhaft
Sillian – Vor kurzem überzeugte sich Landesrätin Cornelia Hagele persönlich vom erfolgreichen Betrieb der Kinderkrippe des Osttiroler Kinderbetreuungszentrums (OKZ) am Arbeitsstandort Sillian der Lebenshilfe. Seit September 2025 werden dort zwölf Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut – und das mit großem Erfolg. Die räumliche Nähe zur Lebenshilfe ermöglicht ein inklusives Miteinander, das von allen Beteiligten als Bereicherung erlebt wird.
„Mit dem Ziel, den Betreuungsalltag in Sillian zu verbessern, haben sich OKZ, Lebenshilfe und die Gemeinde zusammengetan. Die neuen Räumlichkeiten bieten beste Bedingungen für die Kinder und die Pädagoginnen und Pädagogen“, zeigt sich Bildungslandesrätin Cornelia Hagele begeistert. „Mit Blick auf die lokalen Gegebenheiten ist eine solche Zusammenarbeit oft Grundvoraussetzung für hochwertige Kinderbildung. Zugleich kann dieses Erfolgsprojekt ein Modell für gemeindeübergreifende Zusammenschlüsse sein. Denn unser klares Ziel ist es, vor allem in den Regionen erstklassige Bildungsangebote zu schaffen. Mit der Plattform FRIDA sorgen wir zudem für eine faire und gut organisierte Platzvergabe – zum Vorteil der Familien und Gemeinden“.
Ein Modellprojekt der gelebten Inklusion
Durch Veränderungen am Arbeitsstandort der Lebenshilfe wurden im Vorjahr im ersten Stock Räumlichkeiten frei, die sich ideal für die Einrichtung einer Kindergruppe des OKZ eigneten. „Kinderbetreuung ist mehr als Aufsicht – sie ist ein Ort des Lernens, des Entdeckens und des sozialen Wachsens. In Kombination mit der Lebenshilfe schaffen wir Räume, in denen Vielfalt als Bereicherung erlebt wird und Inklusion von Anfang an selbstverständlich ist“, betont Sabine Bodner, Geschäftsführerin des Osttiroler Kinderbetreuungszentrums
Synergien, die niemand erwartet hätte
Auch die Lebenshilfe zeigt sich hochzufrieden mit der Entwicklung. „Die Zusammenarbeit mit dem Osttiroler Kinderbetreuungszentrums hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Synergien, die sich durch den gemeinsamen Standort ergeben, hätten wir in diesem Ausmaß nicht erwartet. Durch den Einzug der Kindergruppe im 1. Stock entstanden auch Begegnungen, in denen Inklusion ganz selbstverständlich gelebt wird. Gemeinsame Aktivitäten wie Backen oder Basteln zeigen, wie bereichernd dieses Miteinander für alle Beteiligten ist. Mein besonderer Dank gilt Andrä Weiler, dem ehemaligen Leiter des Arbeitsstandortes Sillian, der diese Idee maßgeblich mitentwickelt und mit großem Engagement vorangetrieben hat“, sagt Thomas Niederwieser, Regionalleiter der Lebenshilfe Tirol.
Ein Gewinn für die gesamte Gemeinde
Bürgermeister Franz Schneider unterstreicht die Bedeutung des Projekts für Sillian: „Für unsere Gemeinde ist es entscheidend, gute und nachhaltige Lösungen für Familien zu schaffen. Ich bin zuversichtlich, dass die Kooperation zwischen Lebenshilfe, Gemeinde und OKZ weiter ausgebaut wird – zum Wohle der Kinder, der Eltern und der gelebten Inklusion in unserer Gemeinde.“ Erfreut zeigt sich auch die Präsidentin der Lebenshilfe Tirol, Christine Brugger: „Die Kooperation ist ein beispielhaftes Modell dafür, wie gemeinsames Engagement wirken kann. Alle Beteiligten verfolgen dasselbe Ziel: Menschen – ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderungen – bestmöglich zu unterstützen und ihnen Räume der Begegnung zu eröffnen. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie Inklusion im Alltag gelingen kann, wenn man Kräfte bündelt und Verantwortung gemeinsam trägt.“
BU: Die Kooperation zwischen Lebenshilfe, Gemeinde und Osttiroler Kinderbetreuungszentrum in Sillian ist ein großer Erfolg. Vlnr: Sabine Bodner (OKZ), LRin Cornelia Hagele, Franz Schneider (BGM Sillian), Thomas Niederwieser (Lebenshilfe Regionalleitung Osttirol) und Elisabeth Bachler (Verein Lebenshilfe in Osttirol). Fotocredit: Elias Bachmann
