Menschen mit Behinderungen helfen bei der Restaurierung der Spitalskirche.Thomas Zenleser und Godwin Kaspar und ihre Kolleg/innen entfernen sie Holzplanken auf der Empore. Die Bauarbeiter mit und ohne Behinderungen versetzen alte Schränke und verlegen nach den Elektriker-Arbeiten wieder den Originalboden. „Am besten ist es, wenn man danach nicht sieht, dass wer gearbeitet hat“, weiß Thomas Zenleser, der schon seit Jahren in dem Trupp mitarbeitet.
„Wenn wir wo auftauchen, machen die Handwerker zuerst erstaunte Gesichter. Sie sind es nicht gewohnt, dass Menschen mit Behinderungen auf der Baustelle arbeiten, die Spaß bei der Arbeit haben“, erklärt Anton Baur. Der erfahrene Tischler hat sich mit seiner Firma auf Restaurierungen spezialisiert. Weil er auch bei der Lebenshilfe arbeitet, lädt er stets Menschen mit Behinderungen zur Mitarbeit ein. Und Arbeitswillige findet er immer genug .
Motiviert bei der Arbeit
Die Beteiligten machen auf den Baustellen wichtige Erfahrungen, bringen sich mit ihren Kompetenzen ein und erfahren Wertschätzung. Kürzlich kommen Bischofsvikar Jakob Bürgler, der Architekt und die Klient/innen für einen Pressetermin in die Innsbrucker Spitalskirche. Thomas Zenleser ist viel früher auf der Baustelle. Anstatt wie alle anderen vor der Kirche auf die Presseleute zu warten, packt er gleich mit an und widmet sich eigenständig den ihm vertrauten Aufgaben. Als der Elektriker ihn erblickt, erhellt sich das Gesicht und er scherzt „Hallo! Wie geht’s Herr Doktor?“. Denn am Bau gehen alle kollegial miteinander um. Sie grüßen, scherzen und helfen einander aus.
Multitalente gefragt
„Hier kann sich jeder mit seinen Fähigkeiten und Fähigkeiten einbringen“, erklärt Anton Baur. Er weiß, Menschen wollen arbeiten und etwas Sinnvolles schaffen. Dabei muss der Restaurator den Spagat zwischen Denkmalschutz, Arbeitgeberschutz und den Auftraggebern meistern. Und das macht er gut, denn die meisten Kunden vertrauen ihm und der inklusiven Truppe auch heikle Aufgaben an.
