Jobportrait: Vom Zivildiener zum Standortleiter

Weil ihm Jugendfreunde vom Zivildienst bei der Lebenshilfe vorschwärmten, meldete sich Raffael Fischl in Matrei in Osttirol. Dort begegnete er zum ersten Mal Menschen mit Behinderungen. „Wir haben coole Sachen gemacht, Konzerte besucht und Kinoabende mit Übernachtung in der Werkstätte veranstaltet“, erinnert er sich. Wenn er Jahre später auf Besuch kam, fielen ihm manche um den Hals und schwärmten von der gemeinsamen Zeit. „Ich verstand erst im Nachhinein, wie viel Vertrauen die Klient/innen und das Team in mich hatten.“

Nach elf Jahren in anderen Branchen sucht er „eine Arbeit, die mir gut tut“. Raffael Fischl steigt bei der Lebenshilfe ein und begleitet Klient/innen, die selbständig wohnen. „Das war neu und überraschend für mich, aber hier erlebe ich Tag für Tag, wie Inklusion funktioniert.“ Heute leitet er den Arbeitsstandort Kufstein-Kienbichl und sagt: „Es ist schön, zu sehen, wie Menschen selbstbestimmt leben und wie sie sich über Konzertbesuche oder eine gemeinsam gebaute Krippe freuen.“