Dank an Siegfried Dillersberger und Hans Luchner
Der Speisesaal am Arbeitsstandort Endach in Kufstein war gut gefüllt. Zahlreiche Menschen mit Behinderungen, Angehörige und Gäste waren gekommen, um sich bei ihren beiden Obleuten für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz für Menschen mit Behinderungen persönlich zu bedanken und sie zu feiern.
„Ich kümmere mich selbst darum“
„Ich kümmere mich selbst darum und dieser Ankündigung unseres ‚Sigo‘ sind stets Taten gefolgt“, erinnert Kai Roßmann an das Wirken von Siegfried Dillersberger (vulgo Sigo), der sich mit viel Charme, Nachdruck und Gespür Jahrzehnte für die Anliegen von Menschen mit Behinderungen stark gemacht und den Verein zur Förderung der Lebenshilfe im Bezirk Kufstein voranstand. Für die Verankerung der Lebenshilfe-Idee in der Gemeinschaft schon lange vor ihrer Vereinstätigkeit würdigte Wilfrid Pleger vom Verein Lebenshilfe Tirol die beiden Obleute stellvertretend. „Ihr habt Menschen auf ihren Lebenswegen und bei der Verwirklichung ihrer Rechte in einem inklusiven Raum gestärkt und Chancen eröffnet“, so Lebenshilfe Tirol Geschäftsführer Georg Willeit. „Ohne euch wäre die Lebenshilfe im Bezirk nicht das, was sie heute ist“, ist die ehemalige Sozialreferentin der Stadt Wörgl, Maria Steiner überzeugt. Von „nicht ganz alltäglichen Leistungen“ sprach Vizebürgermeister Stefan Graf von Kufstein und ergänzte: „Ihr habt für Menschen mit Behinderungen ein Umfeld geschaffen, das seinesgleichen sucht.“ Abschließend verglich der Lebenshilfe Tirol Präsident Peter Heidler die Lebenshilfe Tirol und die Arbeit der beiden Obmänner mit einem Fluss, der viele Zuflüsse hat und dadurch zu einem starken Strom wird. „An diesem Förderverein zeigt sich gut, dass man mit Herz und Überzeugung an einer Sache arbeiten kann und dadurch Unglaubliches bewegen kann.“
Treibende Kraft und Spendenaktionen
Bei so viel Lob blieb Obmann Hans Luchner fast die Sprache weg, ließ es sich aber nicht nehmen, sich bei seinem Wegbegleiter zu bedanken. „Die treibende Kraft im Förderverein war immer Sigo. Es war ein Traum, mit ihm zu arbeiten. Wir haben eine gute Mannschaft gehabt und ich habe meine ehrenamtliche Tätigkeit für den Verein bis heute nie bereut“, blickte er zurück und erinnerte sich an zahlreiche Vorstandssitzungen in der Lebenshilfe in Innsbruck mit Humor. „Die anderen Obleute haben uns immer beneidet, weil wir im Bezirk so viel weitergebracht haben.“ An die Anfänge erinnert sich auch Obmann Siegfried Dillersberger: „Ich komme aus einer Zeit, in der ich miterleben musste, was man mit Menschen mit Behinderungen nach dem Krieg gemacht hat. Das war eine schwierige Situation und so habe ich mich für den ersten Kindergarten für Kinder mit Behinderungen in Kufstein stark gemacht, Spendenaktionen initiiert und damit viele Projekte umgesetzt“, so der ehemalige Bürgermeister von Kufstein und Gründer des Fördervereins.
Großes Vertrauen in neuen Obmann
Mit 100 % Zustimmung hat der Vorstand des „Vereins zur Förderung der Lebenshilfe im Bezirk Kufstein“ schon im November Andreas Scheiber zum neuen Obmann gewählt. Die bisherigen Obleute Siegfried Dillersberger und Hans Luchner bleiben dem Vorstand in neuen Funktionen erhalten. Das große Vertrauen der Mitglieder wertet der neue Obmann als Auftrag, die Teilhabe und Rechte von Menschen mit Behinderungen Schritt für Schritt weiter zu verwirklichen: „Veränderungen sind Herausforderung und Chance zugleich. Gemeinsam werden wir das schaffen, darauf freue ich mich.“ Als Obmannstellvertreter wurde Claus Halmetschlager in den Vorstand gewählt. Robert Woods hat die Aufgabe des Kassiers übernommen.
Bildnachweis: Lebenshilfe Tirol / Lechner
Vlnr: Peter Heidler (Präsident der Lebenshilfe Tirol), Hans Luchner, Andreas Scheiber und Siegfried Dillersberger (alle Verein zur Förderung der Lebenshilfe im Bezirk Kufstein) mit Georg Willeit (Geschäftsführer Lebenshilfe Tirol)