Pippilottas inklusive Kunstaustellung eröffnet
„Ein Lieblingsplatz ist dort, wo wir uns sicher fühlen und so sein dürfen, wie wir sind.“ Mit diesem gemeinsamen Statement eröffneten die Künstler:innen der inklusiven Ausstellung „Lieblingsplätze“ im Pippilotta Restaurant und im Atrium des Landes Tirol ihren Abend – und setzten damit den emotionalen Ton für eine Veranstaltung, die Begegnung, Kreativität und Vielfalt in den Mittelpunkt stellte.
Menschen mit Behinderungen aus dem Pippilotta-Team, Schülerinnen des Gymnasiums Sillgasse, der Verein WIR und der TAFIE Tirol präsentierten Kunstobjekte, die persönliche Lieblingsplätze und -orte sichtbar machen. Orte, die Kraft geben, Erinnerungen tragen, Ruhe schenken oder einfach ein Gefühl von „Hier bin ich richtig“ vermitteln. Die Besucherinnen bewegten sich durch eine Ausstellung, die nicht nur Werke zeigte, sondern Geschichten öffnete: ein Waldweg, der Mut macht; ein Fenster, das Hoffnung bedeutet; ein Geräusch, das Heimat schafft.
Die Vielfalt der Ausdrucksformen – von farbintensiven Bildern über Objekte bis hin zu abstrakten Formen – machte sichtbar, wie unterschiedlich Menschen ihren Lieblingsplatz erleben. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, mit den Künstler:innen ins Gespräch zu kommen und die Hintergründe der Werke zu erfahren. Die Offenheit der Beteiligten und die Neugier des Publikums schufen eine Atmosphäre, in der Inklusion nicht erklärt, sondern erlebt wurde.
Eröffnet wurde die Vernissage von Inklusionslandesrätin Eva Pawlata, die die Bedeutung gemeinsamer kreativer Räume hervorhob: „Inklusion bedeutet, dass alle Menschen ihren Platz in unserer Gesellschaft haben. Lieblingsplätze sind Orte der Zugehörigkeit – und genau dieses Gefühl vermittelt diese Ausstellung. Sie zeigt, wie Kunst dazu beitragen kann, Barrieren abzubauen, Verbindungen zu schaffen und Teilhabe für alle zu ermöglichen“. Georg Willeit, Geschäftsführer der Lebenshilfe Tirol, betonte, wie wichtig Projekte sind, die Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenbringen und ihnen ermöglichen, ihre Perspektiven sichtbar zu machen. Vertreter:innen der Region, des Pippilotta-Teams sowie der beteiligten Organisationen unterstrichen die Kraft der Zusammenarbeit, die dieses Projekt getragen hat.
Im Anschluss an die offiziellen Worte blieb viel Zeit für Austausch, Staunen und Begegnung. Besucher:innen blieben lange vor einzelnen Werken stehen, erzählten von ihren eigenen Lieblingsplätzen und ließen sich von der Vielfalt der Perspektiven inspirieren. Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, wie Kunst Brücken baut – zwischen Generationen, Lebensrealitäten und Ausdrucksformen.
Das Pippilotta Restaurant und das Land Tirol stellten nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern schufen gemeinsam mit den Projektpartnern einen Rahmen, in dem Inklusion selbstverständlich gelebt wurde. Die Veranstaltung machte sichtbar, wie viel Potenzial in gemeinsamer Kreativität steckt – und wie bereichernd es ist, wenn Menschen ihre Sicht auf die Welt miteinander teilen.
Die Ausstellung ist vom 7.- 29. Mai im Landhaus 2, Atrium zu sehen.
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Fotos:
Fotocredit: Lebenshilfe Tirol / Lechner

Lebenshilfe Tirol Pippilottas inklusive Kunstaustellung. Die Künstlerinnen Karin Meyer, Daniela Eisenstecken, Monika Triendl mit Erika Mair (Kunstatelier WITA / W.I.R. GmbH)

Lebenshilfe Tirol Pippilottas inklusive Kunstaustellung. Die Geisterburg – eines der größten Bilder der Ausstellung von Künstler Thomas Zenleser (Lebenshilfe)

Lebenshilfe Tirol Pippilottas inklusive Kunstaustellung Viktoria Atzl (TAFIE Kunst+Drüber) mit Maria Holzmann (Künstlerin) und ihrem Bild „Einzigartig“

Lebenshilfe Tirol Pippilottas inklusive Kunstaustellung. Dunja Kovacevic, Chiara Kittinger und Mia Medinov (BG/BRG Sillgasse)

