Zwei Künstler überzeugen mit ihren digitalen Bildern und machen sich jobfit.
Florian Außerlechner und Marius Gründhammer machen sich im JobInn der Lebenshilfe gerade jobfit. Dazu gehört es auch, dass sie neben Schulungen und Praktika in Betrieben immer wieder neue Tätigkeiten ausprobieren, um ihre beruflichen und alltäglichen Fähigkeiten zu erweitern. Mittels Computer und Smartphone haben sie 12 digitale Bilder erschaffen und in der Galerie am Claudiaplatz in Innsbruck unter dem Motto „Digitale ARbeiTen“ ausgestellt.
Kunst verbindet und schafft Begegnungen
Diese Kunstwerke sind Teil ihrer Kreativität. Die beiden Männer zeigen, wie Freiräume genutzt werden und im Tun Dinge entstehen, die wachsen können. „Gerade junge Menschen mit Beeinträchtigung, die am Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen, müssen sich ausprobieren, ihren Platz in der Gesellschaft finden und was für das Arbeitsleben wichtig ist, kreativ und eigenständig sein“, so Barbara Reich vom JobInn der Lebenshilfe. Und genau darum geht es bei diesem Kunstprojekt. Beim kreativen Schaffen standen nicht nur die Erweiterungen von Computerkenntnissen, der sinnvolle Einsatz von Handy-Apps oder die Verbesserung von motorischen Fähigkeiten der jungen Männer im Vordergrund, sondern auch das Ziel ein Projekt bis zum Ende zu verfolgen und zu präsentieren.
„Es ist nicht alltäglich, dass Menschen mit Beeinträchtigung bei einem Projekt die Hauptrolle einnehmen, Gespräche führen müssen, ihre Meinung gefragt ist und sie sich aktiv einbringen müssen“, so Reich vom JobInn. „Das sind genau die Lebenserfahrungen, die das Selbstwertgefühl der TeilnehmerInnen steigern und so wichtig sind, um später auch im Beruf bestehen zu können“.
Sofort begeistert von der Idee die „Digitale ARbeiTen“ auszustellen zeigte sich Martin Duschek von der Galerie am Claudiaplatz: „Kunst verbindet und schafft Begegnungen auf Augenhöhe und öffnet Räume und neue Perspektiven“. Und damit natürlich auch Verwirklichungschancen.
„Als Wegbegleiterin von Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg zu einem selbst bestimmten und erfüllten Leben, liegt es an uns allen Verbindungen aktiv zu gestalten, die Menschen mit Behinderungen und ihre Arbeit sichtbar machen“, so Georg Willeit, Geschäftsführer der Lebenshilfe Tirol. „Teilhabend. In der Mitte der Gesellschaft. Mit Kunst gelingt das besonders gut“.
Berufsvorbereitung JobInn
Das JobInn ist ein Berufsvorbereitungsangebot der Lebenshilfe (seit 2016) für junge Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen. Es schließt die Lücke zwischen Schulabschluss und dem ersten Arbeitsmarkt. Ins JobInn kommen Menschen, die am Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen, aber oft noch keine konkreten Vorstellungen über das Arbeitsleben, ihre Möglichkeiten und Perspektiven haben. In den fünf Jahren innerhalb derer das Angebot des JobInn in Anspruch genommen werden kann (derzeit werden 9 Personen begleitet), können sich junge Menschen „jobfit“ machen.
Das JobInn ist eine Drehscheibe in den Arbeitsmarkt. Neben Schulungen und hausinternen Trainingsfeldern sind Praktika in Betrieben wesentlich. So bekommen die TeilnehmerInnen die Möglichkeit viele Berufe kennen zu lernen, das Arbeitsleben hautnah zu erleben und sich ihrer Fähigkeiten und Stärken bewusst zu werden. So können sie eine klare berufliche Perspektive entwickeln und entscheiden, was sie einmal arbeiten wollen. Einige TeilnehmerInnen haben bereits eine stundenweise Anstellung in einem Betrieb und werden im JobInn weiter begleitet.
Weiterführende Links
- Marius Gründhammer und Florian Außerlechner
- Marius Gründhammer und Florian Außerlechner
- Von Bildern begeistert
- Teresa Santer.und Barbara Reich im Austausch
- Professoren unter sich. Helli Kasper und Klaus Weithas
- Jurist Daniel Bartholomes und Eva Duschek





