Wie man Kommunikation  aktiv unterstützen kann.

„“Man kann nicht nicht kommunizieren“, so ein Grundsatz von Paul Watzlawick. Einfach ist Kommunikation dennoch nicht. Denn oft wird man falsch, gar nicht oder wie es oft der Fall bei Menschen mit Behinderungen ist, nur von einem bestimmten Personenkreis verstanden.

Dabei können körpereigene Kommunikationsformen (Gebärden, Gestiken, Blicke, …), nicht-elektronische (Symbole, Tagebücher, Ankündigungen, …) oder elektronische Hilfsmitteln (Taster, Sprachausgaben, Tablets, …) die Kommunikation wesentlich erleichtern oder die Selbstbestimmung sichern.

Denn „Kommunikation ist mehr als Sprechen. Kommunikation ermöglicht Teilhabe!“, so Meryem Altun, die sich in der Lebenshilfe für das Thema „Mitbestimmung“ einsetzt und gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen eine Werkzeugkiste für Unterstützte Kommunikation zusammengestellt hat. Sie beinhaltet Unterlagen und Ideen, die die Kommunikation mit Menschen in Alltagssituationen erleichtert. So beispielsweise eine Kletttafel mit Piktogrammen, ein Flipbuch oder ein Anybook-Reader, ein Sprachausgabegerät in Stiftform.

20 Assistentinnen und Assistenten haben sich vor kurzem einen Tag lang intensiv mit dem Thema Unterstützte Kommunikation auseinandergesetzt und die in der UK-Werkzeugkiste enthaltenen Hilfsmitteln ausprobiert. An 10 Lebenshilfe Standorten werden sie jetzt zum Einsatz kommen und Erfahrungen gesammelt und evaluiert. „Ziel ist es nicht nur alternative Kommunikationsmittel zu entdecken, sondern auch erfolgreiche Kommunikations-Prozesse zu schaffen. Hier sind wir auf einem guten Weg.“, ist Frau Altun zuversichtlich.