Poetry von Martina Wurm über Zufriedenheit und warum ein Dachschaden auch gut sein kann.
Anstatt zufrieden zu sein, will man immer noch mehr. Egal ob es sich da jetzt ums Essen handelt oder um sonstiges.
Es gibt Menschen die zufrieden sind mit sich selber und mit der Welt, aber leider ist die Mehrheit das Gegenteil.
Bei diesem Thema spielt der Wert eine große Rolle. Es geht darum welchen Wert ich verschiedenen Dingen gebe.
Mein Wert des Lebens: Zwar habe ich viel Geduld für manche Sachen sei es das Warten auf dem Bahnsteig oder die Laufzeit eines Liedes, jedoch gibt es auch da einen Punkt wo meine Geduld zu Ende ist.
Aber warum scheint vieles schwerer als es eigentlich ist, wenn ich mein Zimmer putzen muss und nicht mag, weil es mich schreckt.
Da wäre es praktisch den Putzteufel zu besiegen. In diesem Fall verschiebe ich das Putzen auf die nächste Woche oder fange einfach an.
Aber kommen wir zu einem weiteren Beispiel der Zufriedenheit. Wenn ich spazieren geh und es kommt mir ein Radfahrer entgegen dessen Rad ein E-Bike ist, werde ich schnell eifersüchtig. Und möchte auch eines. In den seltensten Fällen, ist mir egal was andere haben. Ganz einfach: Ein E-Bike kann mehr als ein gewöhnliches Fahrrad. OK eigentlich ist es egal ob E-Bike oder normales Fahrrad, weil man selber wegen dem trotzdem nicht wertvoller ist.
Das ist so: Jeder von uns ist einzigartig und den oder die wertvollste auf dieser Welt gibt es nicht. Und wenn ich der reichste Mensch auf dieser Welt bin, bin ich deswegen nicht besser. Man sollte das was man hat nicht davon abhängig machen von dem was man ist. Das einzige was ich ungerecht finde ist , dass es so viele arme Leute auf dieser Welt gibt, egal ob Hungersnot, Krankheit oder sonst was . Es wäre ja so einfach, wenn die die zu viel des Guten haben, armen helfen würden, aber das ist leider der Geiz des Lebens den die meisten haben.
Stellt euch mal vor wie das ist, wenn man vom einen auf den anderen Tag sein Haus die Familie und alles was man hat verliert, oder nichts zum Essen hat. Ich könnte tausende von Tränen weinen, wenn ich an die grausamen Sachen denke. Oft sitze ich daheim in meinen vier Wänden, denke nach über die Not anderer und am Abend bete ich. Für alle denen es warum auch immer schlecht geht, sollte es so schnell als möglich Hilfe geben .
Damit der Humor in diesem Text nicht zu kurz kommt, habe ich hier was lustiges.
Eigenlob stinkt, Freundeslob hinkt. Je größer der Dachschaden , desto größer der Blick auf die Sterne.
Martina Wurm lebt in Bruck am Ziller und arbeitet im Bahnhof Uderns der Lebenshilfe. Regelmäßig schreibt sie tiefgründige Texte in einer Kolumne in der Zillertaler Heimatstimme. Mit den Fotos hat es die Autorin nicht so und überlässt das Illustrieren ihrer Texte lieber ihrer Kollegin Magdalena Laimböck aus Stumm, die ihrer Arbeit in der Wäscherei Ramsau nachgeht. Ihr Bild zum Text trägt den Titel „Familie Glücklich“.