Junger Mann genießt Einzelbegleitung

Roman P. ist mit seiner Assistentin unterwegs. Heute besuchen sie zusammen einen Park. Er sitzt in seinem Rollstuhl, genießt die letzten Sonnenstrahlen und lauscht dabei den Stimmen der Menschen, den Geräuschen der Motorräder oder Autos, während seine Assistentin ihm die Hand hält und massiert.

Die Mobile Begleitung arbeitet bedarfsorientiert

Der junge Mann ist in allen Lebenslagen auf Hilfe angewiesen. Er spricht nicht, ist entspannt und genießt die Nähe seiner Assistentin von der Mobilen Begleitung der Lebenshilfe, der er vertraut und auf die er sich verlassen kann. Das merkt auch seine Mutter, bei der Roman P. lebt. Seit eineinhalb Jahren wird der 37-Jährige auch in seiner Freizeit und bei Kurzzeitaufenthalten unterstützt. Nach der Tagesbegleitung holt ihn zweimal wöchentlich eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter vom Arbeitsstandort in Lienz ab und unternimmt etwas mit ihm. Dadurch verlängert sich die Begleitung an diesen beiden Tagen um einige Stunden. Das entlastet und erleichtert seine Mutter. „Wenn mein Sohn von der Mobilen Begleitung nach Hause gebracht wird, ist er sehr zufrieden“, sagt Frau P. „Mein Sohn genießt die Einzelbegleitung in vollen Zügen und ich auch, weil ich jetzt zwei fixe, ganze Tage in der Woche habe, an denen ich Energie tanken und auf mich schauen kann. Das ist wie ein Kurzurlaub und gibt mir Kraft“, freut sie sich über die neu gewonnene Lebensqualität. Und sollte sie einmal ins Krankenhaus oder auf Kur gehen müssen, weiß sie, dass das Team bei Bedarf rund um die Uhr für ihren Sohn da sein wird.

„Ich kann mich darauf verlassen, dass es meinem Sohn gut geht.“

„Die machen das so toll“, schwärmt sie. „Ich kann mich darauf verlassen, dass es meinem Sohn gut geht.“ Möglich macht das ein Team der Lebenshilfe, das Philipp Buchacher von der Mobilen Begleitung in Lienz leitet. „Wir stimmen uns mit Roman und seiner Mutter ab und erstellen dann einen Dienstplan“. Für die pflegerischen Belange ist Assistentin Martina die Ansprechpartnerin. Die gelernte Krankenschwester gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung an das Team weiter. „Wir machen Basale Stimulation, setzen Klangschalen oder Aromatherapie ein, hören gemeinsam Meditationsmusik oder gestalten die Freizeit zusammen“, erzählt sie. „Dabei beobachten wir sein Verhalten genau. Wenn Roman unruhig wird, probieren wir einfach etwas anderes aus“.